EINE IDEE AUS WIEN EROBERT DIE WELT

Es gibt Millionen Nachahmungen. Aber nur das Original wird auch heute noch in Wien in filigraner Handarbeit gefertigt. Jedes Stück so einmalig wie eine Schneeflocke.

Die Geschichte der Schneekugel beginnt Ende des 19. Jahrhunderts mit der Suche nach einer besseren Beleuchtung für Operationen. Bis dahin waren diese nur bei Tageslicht und bei gutem Wetter möglich. Erwin Perzi I., Mechaniker für chirurgische Instrumente, war mit dieser Problematik vertraut. Er begann, mit einer Schusterkugel zu experimentieren - einem mit Wasser gefüllten Glas, mit dem Handwerker einen Lichtstrahl bündelten. Er fügte Stoffe hinzu, die das Licht besser reflektieren sollten. Den schönsten Effekt hatte Gries, der wie echter Schnee nur langsam absank. Er setzte eine Miniatur der Wallfahrtskirche Maria Zell hinein - und schrieb Geschichte.

Perzy nannte sein Werk „Glaskugel mit Schnee-Effekt“ und gründete um 1900 ein eigenes Unternehmen, das prompt vom Kaiser Franz Josef I persönlich ausgezeichnet wurde. Bis heute wird die Firma von Perzys Nachkommen in dritter Generation geführt. Handbemalt sind sie die Motive der Wiener Schneekugeln ein liebevoll hergestelltes Unikat.